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Tim Klimeš Posts

Youtubepanik

Wenn die klassischen Medien Youtuber wie Le Floid und deren Millionen Abonnenten nicht ernst nehmen, werden sie bald selbst nicht mehr ernst genommen. Gastbeitrag im Tagesspiegel vom 23. August 2015.…

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Mein Beitrag zur Zeitungsdebatte


Im Zuge der #tag2020-Debatte des SPIEGEL habe ich mich etwas Ähnliches gefragt. Bei allem Gejohle über die digitale Gegenwart und Zukunft: Was stört uns an der Tageszeitung als Informationsmedium wirklich? Um das herauszufinden, habe ich mich eine Woche lang sklavisch nur an gedrucktes Papier als Informationsmedium gehalten. Kein Fernsehen, kein Radio, kein Internet. Meinen Selbstversuch habe ich in den Tagesspiegel reingeschrieben:

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Macht mehr Feuilleton!

Manchmal geschehen noch Zeichen und Wunder. Mit etwas Glück stehen wir gerade am Anfang einer Debatte um Zeitungsjournalismus, die sich mit Inhalten befasst – und nicht mit Ausspielwegen. In den Medienwandel-Diskussionen der letzten Jahren ging es meistens um die Träger des Inhalts: Es ging darum wie Zeitungstexte aufs iPad kommen können; darum, dass Zeitungstexte trotz Internet kostenpflichtig bleiben müssen; darum, dass Blogs Zeitungstexte doch bitte nicht ersetzen können.

Vergangene Woche hat der Filmkritiker Georg Seeßlen statt der Abspielgeräte einmal die Inhalte deutscher Zeitungen in den Fokus gerückt und in der „taz“ mit einigem Rumms gefordert: Schafft das Feuilleton ab!

Es [Anm.: das Feuilleton] ist (…) eine Art Garbage Collection; hier bringt man unter, was in den anderen Ordnungen nicht funktioniert. Es ist der Ramschladen des bürgerlichen Selbstverständnisses geworden. Zum Beispiel politische Kommentare, die die Grenzen zum Essay überschreiten, oder die Generallinie des Blatts, mal nach links, zunehmend nach rechts.

Ich denke Seeßlen liegt falsch. Ich denke, das Feuilleton gehört nicht abgeschafft. Es ist genau umgekehrt: Der Rest der Zeitung gehört abgeschafft. Solange Zeitungen mehrheitlich aus Nachrichten bestehen, wie sie es heute tun, braucht sie kein Mensch mehr. Ich glaube stattdessen, dass dem Zeitungsfeuilleton, wie wir es heute kennen, die Zukunft gehört. Und zwar nicht die Zukunft kultureller Berichterstattung, sondern die Zukunft des Zeitungsjournalismus.

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Grimme

Es hat tatsächlich geklappt: Wir sind Grimme-Online-Preisträger 2012. Und immer noch ein wenig neben der Spur. Doch bevor hier bei uns das tägliche Geschäft weitergeht, wollte ich noch einmal einen Dank loswerden.

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Nominiert!

Wenn dieser Post hier online geht, sitzen wir gerade in der Landesmedienanstalt NRW in Düsseldorf. Dort werden heute ab 11 Uhr die Nominierungen des diesjährigen Grimme Online Awards bekannt gegeben. Und, Trommelwirbel, wir sind nominiert. Jau!

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re:publica 2012

In Berlin reden gerade wieder alle übers Internet. Gemeinsam mit den Kollegen @ottomat, @graemmophon und Sebastian Meinberg bin ich wie die letzten Jahre zur re:publica gefahren, um für on3 Jugendprogramm zu machen. Über drei Panels werden wir im TV-Magazin berichten:

1. Let’s streit – Wer darf mich tracken?
2. MakeLoveNotPorn (bin gespannt, wie wir das FSK6-gerecht umsetzen)
3. Poetry Spam (bin gespannt, wie wir da Relevanz reinbekommen)

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Interview auf meedia.de

Täglich werden rund um die Welt 50 Millionen Tweets mehr als 140 Millionen Tweets ausgesendet. Einige unter ihnen machen Schlagzeilen, viele verbreiten Poesie, sie stiften Verwirrung im Parlament oder erzählen große Dramen. Genau diese Tweets suchen wir. Tweets, die neben ihren 140 Zeichen auch noch eine Geschichte enthalten.

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Überschätzt – eine Weihnachtsgeschichte

Ein Text für Deef Pirmasens‘ Multimediale Lesung Mit einem Hauch von Zimt

Ich finde Weihnachten ist überschätzt. Ich weiß, dass ich damit ein gesellschaftliches Tabu anspreche. So wie die Integration von Ausländern oder Leinenpflicht für Hunde in Grünanlagen. Mir macht das nichts. Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht, sagt Alice Schwarzer. In dieser Geschichte bin ich der Mutige.

Ich finde Weihnachten ist überschätzt. Die Familie meiner Freundin findet das nicht.

Die Familie meiner Freundin stammt aus Italien. Und weil Weihnachten ein besonderes Fest ist, ein Fest der Liebe, ein christliches dazu, muss für sie an Weihnachten alles passen. Das Essen. Die Geschenke. Das Ambiente. Wehe, der Abend wird nicht perfekt. „Weihnachten ist ein Fest der Liebe“ – in einer italienischen Familie ist das kein Spruch, es ist ein Befehl. Sie würden das selbst nie zugeben, aber: In den drei Tagen vom 24. bis 26. Dezember wird im Hause Pocelli so viel gestritten wie nie. Nie.

Das kommt nicht von ungefähr: Feiertage der Liebe kranken an ihren Erwartungen; daran, dass sie unbedingt Liebe verbreiten wollen. Es ist ein bisschen so, wie bei TV-Moderatoren, die krampfhaft witzig sein wollen. Schon mal über den Dicken mit Kappe von den „Witzigsten Werbespots der Welt“ gelacht? Eben. Was krampfhaft witzig sein will, ist traurig – und was geliebt werden will, ist bemitleidenswert. Das klingt hart, aber das Leben ist eben kein Ponyhof.

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Prominent inkonsequent

Auf der Titelseite der „ZEIT“ gibt es jede Woche eine kleine Rubrik mit dem Titel „Prominent ignoriert“. Jede Woche ruft diese Rubrik ihren Lesern zu: „Schaut her, alle sprechen über dieses so banale und unwichtige Thema, nur wir, DIE ZEIT, sind uns gewahr, dass sich darüber nicht zu berichten lohnt.“ In der vergangenen Woche schaffte es der erste öffentliche Auftritt des zurückgetretenen Hamburger Bürgermeisters Ole von Beust mit seinem Lebensgefährten auf die Titelseite.

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Freundliche Übernahme

Einfache Fragen erlauben einfache Antworten:

Die simple Unternehmenspolitik scheint jedoch im Unternehmen selbst noch nicht angekommen zu sein. Oder woran liegt es, dass der RTL-Pressetext zur Hochzeit zwischen Josef und Narumol, dem Paar aus der fünften Staffel von „Bauer sucht Frau“, dass dieser Pressetext der dpa-Meldung zum gleichen Thema so sehr ähnelt?

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Danke, Frau Kraft!

Redakteurinnen und Redakteure der Axel Springer AG sind sich der Verantwortung bewusst, die sie für die Information und Meinungsbildung in Deutschland haben. Unabhängigkeit ist die unverzichtbare Grundlage ihrer Arbeit.

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"Google gets more agressive"

Während der Recherche zum Text „Kampf der Giganten“ über den Wettlauf zwischen Facebook und Google für den Tagesspiegel, hatte ich auch ein paar Fragen an Fred Vogelstein, Redakteur des US-Magazins „Wired“. Leider war die Deadline für den Text verstrichen, als seine Antworten bei mir im Postfach ankamen. Er hat mir freundlicherweise erlaubt, das  Interview hier online zu stellen …

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Schrott. Purer Schrott

Helene Hegemann zeigt uns in Axolotl Roadkill zwar, dass sie nicht nur für ihr Alter, sondern ganz allgemein eine beachtenswert wortgewaltige und wundervoll böse Schreibe hat. Aber statt sich nur von anderen inspirieren zu lassen und zu zitieren, schreibt sie ab. Das stört den guten Eindruck ganz empfindlich. (Deef Pirmasens, 07.02.2010)

Eine Aufregung von Tim Klimeš, Marie C. Marcks und M. Walid Nakschbandi

Es war vor etwa zwei Wochen, als uns ein etwas älterer Kollege in der morgendlichen Konferenz mit dem Vorschlag schreckte, mal etwas über das „geniale Buch“ eines „genialen jungen Mädchens“ zu machen. Verwunderung allenthalben. Geniales Mädchen? Geniales Buch? Der – wie gesagt – etwas ältere Kollege führte weiter aus: Helene Hegemanns Debütroman „Axolotl Roadkill“ wäre bahnbrechend, irrsinnig, phänomenal, einfach super.

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Tod. Ende. Niederlage

Der US-Medienkonzern Viacom plant bei MTV und Viva die Rendite hochzuschrauben und stampft munter deutsche Eigenproduktionen ein. Doch damit versetzt der Medienriese dem deutschen Musikfernsehen den Todesstoß. Nachruf eines Zuschauers.

Die letzte Messe ist gelesen und wer sie eingängig studiert, stößt auf Worte wie „Wettbewerbsfähigkeit“, „Kostenstruktur“ oder auch „wirtschaftliche Lage“. Keine Rede ist in ihr von Tod, Ende oder Niederlage. Dabei sind die aktuellen Sparpläne von MTV und Viva genau das: Der Tod des Musikfernsehens in Deutschland. Das Ende einer Jugendkultur. Die Niederlage des deutschen gegen den amerikanischen Markt.

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