Er wollte nur einen Blogpost schreiben – und war plötzlich Stadtgespräch. Mittlerweile kann sich Tom Hillenbrand nicht mehr unerkannt in Hamburg bewegen. Eine Sau, die durchs analoge Dorf getrieben wurde – oder die Geschichte hinter dem Tweet:
Weltstadt Hamburg? Das Bielefeld unter den Weltstaedten, vielleicht.
Weltstadt Hamburg? Das Bielefeld unter den Weltstaedten, vielleicht.
Credits: Redaktion: Max Conradt, Dreh: Michael Berger/Thomas Reis; Schnitt: Michael Berger; Musik: Project Nince, serphonic; Realisierung: AVE Gesellschaft für Fernsehproduktion mbH im Auftrag der Blinkenlichten Produktionen GmbH, (c) 2011 AVE; Creative Commons BY-NC-SA.



13 Kommentare
Andi Buchner sagt dazu am
Freitag, 1. Juli 2011
Da ist aber ausgerechnet München dann das falscheste Pflaster
Den Dünkel, das Schicki-Micki-Getue (wer hat’s erfunden?) usw. ist in München mindestens so ausgeprägt wie in HH. Und das sage ich als einer der wenigen echten Münchner, der dort geboren ist und eine Münchner Mutter hat.
rf sagt dazu am
Freitag, 1. Juli 2011
Und weiter?
Ich kenne den berüchtigten Text und fand ihn großartig. Ich bin nach HH zugezogen und arbeite hier seit fast zwanzig Jahren. Ich hätte jeden Satz aus dem Text unterschreiben können, weil ich genauso über HH empfinde.
Nur:
Dieses Video hier ist vollkommen nichtssagend.
Lieschen Müller sagt dazu am
Freitag, 1. Juli 2011
Ich würde Herrn Hillenbrand nicht erkennen, wenn er mir über den Weg läuft.
Warum das Video mit der Rechtfertigung jetzt?? Kocht doch nur wieder hoch, was schon längst von andern “Dorfschweinen” abgelöst war.
Warum ich von Hamburg (gerade) nicht zu 100 Prozent befriedigt bin « Bandschublade sagt dazu am
Freitag, 1. Juli 2011
[...] halbes Jahr später äußert sich Hillenbrand noch einmal selbst zu seinem Text – in einem leider etwas nichtssagenden Video. von → Cat Content ← That’s why they call it the blues Flogging a [...]
Kuhdorf sagt dazu am
Freitag, 1. Juli 2011
Ist doch ok.
HH ist schön…
…für Touries.
M ist schön…
…für Touries.
Und viele Andere sind schön…
…meist auch nur für Touries.
Lasst sie dort leben. Sie wollen es!
Wem’s nicht gefällt, der kann doch auch anders!
Jetzt tut nicht so, als wäre das schlimm.
Jetzt gibt es ein Kuhdorf.
Dort kommt ein Mitbürger her, der sich dort wohl fühlt und dem es dort gefällt.
Der hört sich von Bewohnern der nächstgrößeren Stadt an, daß sie selbst klasse sei und sein Ort selbst tiefste Provinz.
Dieselbe Stadt darf das von der nächsten Kreisstadt hören u.s.w.
Am Ende gibt es eben ein NY oder ein London, wegen mir noch ein Paris.
Und der Rest ist Provinz resp. Kuhdorf.
Aber unser Mitbürger wohnt immernoch in Kuhdorf und es gefällt ihm immernoch dort!Die Anderen haben ein “ich will auch was sein”-Problem.
Er nicht!
Gruß
Ole sagt dazu am
Freitag, 1. Juli 2011
Mopo, die Praktikanten unter der BILD Zeitung.
Tacheles sagt dazu am
Freitag, 1. Juli 2011
Och nöööö, nicht schon wieder dieses Thema… Der Text von damals war gut geschrieben. Vom Aufbau her fand ich den wirklich gut. Der Inhalt bestand zu 90% aus der ganz persönlichen Meinung des Autoren und zu 10% aus bekannten Fakten, zu deren Auswirkungen man ebenfalls seine ganz eigene Meinung haben kann. Dir passt das Wetter in Hamburg nicht? Pah! Mir als Küstenkind ist das zu warm und stickig. Rate mal was ich zu solchen aufgedunsenen Binnlandmolochen wie Berlin oder München zu sagen haben^^ Siehste, Meinungen sind wie Arschlöcher: Jeder hat sie.
Du magst Hamburg nicht (mehr)? Gut, das ist ein freies Land und Du darfst gehen. Deine Gründe dafür kennen wir jetzt. Bei den meisten dachte ich nur “Och…Heul doch!”. Das hatte irgendwie was von alten Menschen, die nicht mehr mitkommen und daher immer von “früher” sprechen. Jaja, so war das damals. Alles viel besser. Die Jugend von heute…hätte es zu meiner Zeit nicht gegeben…nenene… Aber etwas persönlich wird eine Meinungsäußerung, wenn man sie selbst als Fakt betrachtet und von dieser Warte aus allen, die eine abweichende Meinung haben, Dummheit bescheinigt. Boah! Wie doof muss man sein, um in Hamburg zu wohnen? Anstatt ist Berlin!! Das ist nicht mehr einfach nur eine Meinung, dass ist dann wertend.
Nichts gegen Wertungen, aber diese müssen – im Gegensatz zu Meinungen – einen faktischen Kern haben, der eindeutig ist. Wenn jemand einen anderen einfach aus Spass totschlägt, dann werten das nahezu alle Menschen gleich: Nicht gut. Diese Meinung basiert auf der Wertung, dass das gesellschaftlich nicht evoltionsstabil ist. Wenn das viele so machen, ist Essig mit der Gesellschaft. Also ist das eine geächtete Handlung und sie wird verdammt und darin sind sich so ziemlich alle einig. Aber ob Hamburg nun eine tolle Stadt ist oder nicht? Wo bitte ist das wichtig? Das ist eine ganz persönliche Wertung, die nicht mit der eines anderen verglichen werden kann. Zumindest nicht oberhalb von “Find’ste auch, oda Digga?”
Und, mal ehrlich, wenn man so ein Ding da hinklatscht, darf man sich nachher nicht wundern, wenn andere “Extremisten” einem ans Bein pinkeln. Hamburg hat ja nicht umsonst eine gewisse Größe erreicht. Es gibt hier sehr wahrscheinlich viele Menschen, die doch tatsächlich gerne hier leben, ganz freiwillig und sich nicht nur nicht an den angesprochenen Mängeln stören, sondern sie – total verrückt! – gar nicht als Mängel, sondern als Vorteil sehen. Hmm, so gesehen könnte man eine Theorie aufstellen: Es gibt immer noch Hunderttausende von kleinen Flecken in unserem Land, wo jemand wohnt, obwohl(!) es doch bestimmte Bereiche gibt, die offensichtlich viel beliebter sind. Könnte es nicht sein, dass jeder Ort für ganz ausgewählte Personen der perfekte Ort ist, um dort zu leben? Die einen würden ihr Penthouse in Eppendorf nie gegen etwas anderes tauschen, die andere nicht ihr Reihenmittelhaus in Kleinkleckersdorf janz weit draussen. Geschmäcker sind verschieden. Ein Allgemeinplatz, der Dir offensichtlich nicht bekannt war.
Ist aber so. Und nu is aber gut…
Walter sagt dazu am
Samstag, 2. Juli 2011
Das Putzige an der ganzen Nummer ist ja, dass er den Hamburgern erst mit dem Hintern ins Gesicht hüpft und sich dann mit ganz entsetztem Blicke über das Naserümpfen wundert
Aber vielleicht kennt er ja jetzt den Unterschied zwischen Polemik und Diplomatie.
Th. Koch sagt dazu am
Sonntag, 3. Juli 2011
Was diese Video soll, erschließt sich mir nicht.
Und was gegen Bielefeld spricht, auch nicht.
Berry sagt dazu am
Montag, 4. Juli 2011
Leute,
ich wundere ich schon sehr, wie dieses Video von manchen Besuchern als “nichtssagend” bezeichnet wird.
Bis zum heutigen Tage hatte ich von dieser Geschichte nichts gehört. Das Video hat mir in unter drei Minuten einen ersten Eindruck über die Umstände der Story vermittelt. Dazu war es ansprechend geschossen und gut geschnitten.
Ist das nicht ein Kompliment an einen Video-Podcast?
Ist das Video für euch vielleicht “nichtssagend”, weil ihr die Geschichte schon bis zum Erbrechen vorgekaut bekommen habt?
Warum bezeichnet ihr den Podcast als “nichtssagend” und nehmt euch nicht die Zeit um zu schreiben weshalb?
Viele Grüße,
Berry
Eva sagt dazu am
Sonntag, 10. Juli 2011
Du hättest das Video auch 140 Sekunden für Apple nennen können. Wieviel bekommst du denn von denen.
Tim sagt dazu am
Dienstag, 12. Juli 2011
@Eva: Nichts.
Airfix sagt dazu am
Mittwoch, 13. Juli 2011
Der Ursprungstext ist schon ganz o.k..
Aber!
Drei Dinge verlassen die Stadt, die ich nicht vermissen werde.
1) Ein Journalist
2) Ein Apple-Benutzer
3) Ein Journalist, der obigen Text “zwitschert”, den Text an die Mopo verkauft, sich dann wundert was für ein Echo er hervorruft und ganz erstaunt ist, daß diese Werbeaktion auch dunkle Seiten hat.
Tschüß