Woidboyz WaschGang

12 March 2013

140 Sekunden: Kultur und Codes

19 December 2012

on3-südwild (* 2008 – † 2012)

1 December 2012

Und dann lief zum letzten Mal der Opener, die letzte Band spielte auf – 3, 2, 1, … wir sind runter! Danke an alle, die in den letzten Jahren mitgearbeitet haben. Es hat sich gelohnt!

Im Wartezimmer zwischen Himmel und Hölle

27 November 2012





Aus Anlass der ARD-Themenwoche “Leben mit dem Tod” schrieb Christian Stöcker Ende November auf Spiegel Online:

Liebe ARD,

es ist ja eigentlich durchaus löblich, dass du dich in deinem Programm diese Woche mit dem Thema Tod und Sterben auseinandersetzt: Es ist gut und richtig, dass wir als Gesellschaft uns mit der Tatsache auseinandersetzen, dass wir alle sterben werden (…) (aber) ich habe wirklich keine Lust, dass du meine 17,98 Euro im Monat investierst, um mir mit Dingen, die ich längst weiß, die Laune zu verderben.

Irgendwie hat er ja Recht. Ich hoffe, wir haben mit unserem Beitrag zur Themenwoche niemandem die Laune verdorben. Ganz im Gegenteil. Hier jedenfalls das Ergebnis: Eine 30-minütige Sondersendung mit den Woidboyz, ausgestrahlt im Bayerischen Fernsehen.

140 Sekunden: Mehr Transparenz wagen

19 November 2012

140 Sekunden: Scharfsinnige Striche

6 November 2012

Macht mehr Feuilleton (II)

6 November 2012




Das Debattenmagazin “The European” hat aus Anlass der polternden Feuilletonkritik von Georg Seeßlen eine Reihe von Meinungsbeiträgen zum Zustand des hiesigen Kulturteils veröffentlicht. Neben dem Publizisten Christoph Kappes, Journalismus-Forscher Gunter Reus und dem Kollegen Andreas Weiland äußere auch ich mich zum Thema (in leicht verlängerter Form meines hier schon veröffentlichten Textes “Macht mehr Feuilleton“).

Alle Beiträge: Diagnose Belanglosigkeit – Der Tod des Feuilletons

Eine neue Version ist verfügbar

22 October 2012

Dirk von Gehlen arbeitet gerade an der Zukunft. Heute startet der SZ-Journalist und Suhrkamp-Autor bei startnext in die Finanzierungsphase seines Projekts “Eine neue Version ist verfügbar”. Dirk möchte ein Buch schreiben. Ohne Verlag. Mit der Masse.

Wie funktioniert ein Buch, das in Versionen entsteht und diese Versionen dokumentiert und diskutiert? Wie verändert sich unsere Vorstellung von Kunst und Kultur, wenn wir diese in einem neuen Aggregatzustand denken: verflüssigt?

Das klingt anstrengend – und zukunftsweisend. Als ich vor ein paar Wochen mit Dirk zusammensaß und er mir von seinem Vorhaben erzählte, war ich mir nicht sicher, ob das Experiment glücken wird. Aber ich war mir sicher, wie wichtig es ist, dass einer es ausprobiert. Wichtig für uns Inhaltsproduzenten – egal ob wir nun Videos, Musik oder Texte produzieren. Das Internet hat es geschafft, die traditionellen Vertriebswege zu banalisieren. Wer braucht heute noch Fernsehsender, um seinen Film einer Masse vorzuführen? Wer braucht noch Zeitungen, um seinen Senf zum Weltgeschehen zu publizieren? Wer ein Radiostudio, um zu senden? Wenn er YouTube, WordPress, Podcasts hat?

Das haben wir alle uns schon einmal gefragt. Und die meisten von uns haben sich diese Frage beantwortet mit: Hätte man nicht, sollte man nicht, könnte man nicht …

Dirk macht jetzt einfach mal. Und deshalb kann und sollte “Eine neue Version ist verfügbar” unter dem Button hier unterstützt werden!




Disclosure: Ich habe mit Dirk gemeinsam das obige Pitch-Video produziert.

Macht mehr Feuilleton!

14 August 2012

Manchmal geschehen noch Zeichen und Wunder. Mit etwas Glück stehen wir gerade am Anfang einer Debatte um Zeitungsjournalismus, die sich mit Inhalten befasst – und nicht mit Ausspielwegen. In den Medienwandel-Diskussionen der letzten Jahren ging es meistens um die Träger des Inhalts: Es ging darum wie Zeitungstexte aufs iPad kommen können; darum, dass Zeitungstexte trotz Internet kostenpflichtig bleiben müssen; darum, dass Blogs Zeitungstexte doch bitte nicht ersetzen können.

Vergangene Woche hat der Filmkritiker Georg Seeßlen statt der Abspielgeräte einmal die Inhalte deutscher Zeitungen in den Fokus gerückt und in der “taz” mit einigem Rumms gefordert: Schafft das Feuilleton ab!

Es [Anm.: das Feuilleton] ist (…) eine Art Garbage Collection; hier bringt man unter, was in den anderen Ordnungen nicht funktioniert. Es ist der Ramschladen des bürgerlichen Selbstverständnisses geworden. Zum Beispiel politische Kommentare, die die Grenzen zum Essay überschreiten, oder die Generallinie des Blatts, mal nach links, zunehmend nach rechts.

Ich denke Seeßlen liegt falsch. Ich denke, das Feuilleton gehört nicht abgeschafft. Es ist genau umgekehrt: Der Rest der Zeitung gehört abgeschafft. Solange Zeitungen mehrheitlich aus Nachrichten bestehen, wie sie es heute tun, braucht sie kein Mensch mehr. Ich glaube stattdessen, dass dem Zeitungsfeuilleton, wie wir es heute kennen, die Zukunft gehört. Und zwar nicht die Zukunft kultureller Berichterstattung, sondern die Zukunft des Zeitungsjournalismus.

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Anchor im Allgäu

27 July 2012

Manchmal ist die Arbeit beim öffentlich-rechtlichen Jugendfernsehen ein undankbarer Job. Wir sollen tagesaktuell sein. Pädagogisch wertvoll. Einen queren Ansatz finden. Der aber nicht so schwerfällig ist. Die Hölle, wenn es in den Nachrichten um Monstermeldungen wie das kriselnde Europa oder das amokgeplagte Amerika geht.

Außer natürlich man vereinbart mit einer wunderbaren Reggae-Kapelle aus dem Allgäu, dass sie sich ein paar Gedanken über den Zustand der Welt machen, nennt das Ganze “Newstune” und sendet es mitten im Nachmittagsprogramm. Jungs, es war uns eine Freude. Mal wieder.